Findorff-Kirche Iselersheim

Findorff-Kirche - Iselersheim

Kirche
Inhalt:

Eine junge Kirche mit einer noch jüngeren Kirchengemeinde

In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstand in unserem Land eine stattliche Anzahl von neuen Kirchen. Eine von ihnen ist die Jürgen-Christian-Findorff-Kirche Iselersheim, die 1958 geweiht wurde.

Bis zur eigenen Kirche war es ein langer Weg

Bis es zum Bau dieser Kirche kam, verging allerdings viel Zeit. Schon früh - erstmals 1780 - hatten die Siedler des Ostenmoores die zuständigen Behörden gebeten, eine eigene Kirche zu bekommen. Ihr Antrag wurde jedoch von der Königlichen Kammer abgelehnt. Mit der Begründung, dass die "fünf staatlichen Moordörfer Ostendorf, Mehedorf, Iselersheim, Neuendamm und Hönau" keine so beträchtliche Zahl an Einwohnern hätten, dass eine eigene Kirche nötig wäre; außerdem könne sie "von den Anbauern nicht unterhalten" werden. In den Folgejahren erfolgten weitere Anträge auf die Errichtung einer Kirche, welchen weiterhin kein Erfolg beschieden war. 1896 kam es schließlich zu dem Kompromiss, dass alle drei Wochen ein Gottesdienst in der Iselersheimer Schule angeboten wurde.

Namensgeber Jürgen Christian Findorff

Dem persönlichen Engagement des Superintendenten Friedrich Schwekendiek sowie des Pastoren Helmut Tiedemann ist es zu verdanken, dass nach einem erneuten Antrag beim Landeskirchenamt in Hannover am 6. April 1957 endlich der Grundstein für die Kirche in Iselersheim gelegt werden konnte, welche am 4. Oktober 1958 auf den Namen Jürgen-Christian-Findorff-Kirche geweiht wurde. Benannt ist sie nach dem Königlich Hannoverschen Moorkommissar Jürgen Christian Findorff, dessen Begräbnis- und Gedenkstätte sich in unmittelbarer Nähe zur Kirche befindet.

Junge Kirchengemeinde

Nachdem die Kirchengemeinde zunächst organisatorisch anderen Kirchengemeinden zugeordnet war, wurde zum 1. Januar 1994 die ev.-luth. Kirchengemeinde Iselersheim "aus der Taufe gehoben".Sie umfasst heute die Ortschaften Hönau-Lindorf, Iselersheim, Mehedorf, Ostendorf und Nieder Ochtenhausen - vier Moordörfer und ein Geestdorf. Die Zusammengehörigkeit der fünf Ortschaften in einer Kirchengemeinde symbolisiert ein geschmiedeter Dorfwappenleuchter im Altarraum der Kirche. Hier sind in Form eines fünfmastigen Schiffes mit dem jeweiligen Dorfwappen die Gemeindeteile vereinigt.

Anfangs eher schlichte Kirche

Die Findorff-Kirche war anfangs eher schlicht - wie wohl auch das Leben der hier einst gesiedelten Menschen im 18. und 19. Jahrhundert. Der Kirchturm wurde mit Felssteinen gebaut und ist damit ein Symbol für die Beständigkeit des Wort Gottes.
Von Beginn an durfte die Kirche eine Orgel des Orgelbauers Alfred Führer ihr Eigen nennen. Von ihren insgesamt ca. 600 Orgelpfeifen sind lediglich 35 im Orgelprospekt sichtbar.

Nach und nach wurde die Kirche mit weiteren Exponaten ausgestattet. Unter anderem mit einem Taufbecken und einer Kanzelplatte des Holzbildhauers Otto Flath. Die Taufschale wurde von den Kindern der damaligen Volksschule auf Initiative ihres Lehrers Moritz Buse geschenkt. Von Kindern für Kinder - eine tolle Geste!
Anlässlich des 200. Todestages von Jürgen Christian Findorf im Jahre 1992 erfolgte eine Neugestaltung des Kirchen- und insbesondere des Altarraumes. Seither ist ein blau-buntes Rundfenster direkt über dem Altar ein besonderer Blickfang.

Pfarr- und Gemeindehaus

Erst seit Ende 1994 gibt es ein Pfarrhaus neben der Kirche. Und zuletzt 1999 wurde das benachbarte Gemeindehaus renoviert und erweitert.

Besuchen Sie uns gerne, wir freuen uns auf Sie!

Ausstattung & Merkmale

Eignung

Schlechtwetterangebot

für jedes Wetter

für Gruppen

für Schulklassen

für Familien

für Individualgäste

Senioren geeignet

für Kinder (jedes Alter)

Kinderwagentauglich

Sprachkenntnisse

Deutsch

Englisch

Sonstige Ausstattung/Einrichtung

Barrierefreier Zugang

Sonstiges

Parkplätze am POI vorhanden

Keine Bus-Parkplätze am POI vorhanden

Keine Behinderten-Parkplätze am POI vorhanden

Keine überdachten Parkplätze am POI vorhanden

Bushaltestelle in der Nähe (max. 500 entfernt) vorhanden

Barrierefreiheit

Unsere Kirche verfügt über einen barrierefreien Zugang.

Preise

Der Eintritt in unsere Kirche ist natürlich kostenfrei, über Spenden freuen wir uns aber sehr.

Anreise

Iselersheim ist ein Ortsteil der Stadt Bremervörde im nördlichen Landkreis Rotenburg (Wümme) und liegt ca. 8,5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die Findorff-Kirche befindet sich in der Ortsmitte nahe des Findorff-Hauses.

Mit dem PKW:
Aus Bremerhaven folgen Sie der A 27 Richtung Bremen (Abfahrt Beverstedt) und der B 71 über Beverstedt und Basdahl.

Von Hamburg aus folgen Sie der A 26 und B 73 in Richtung Stade oder der A 1 in Richtung Bremen (Abfahrt Bockel) und dann der B 71 über Zeven und Selsingen.

Von Bremen und Hannover erreichen Sie Bremervörde über die A 27 in Richtung Bremerhaven (Abfahrt Ritterhude) und die B 74 (über Osterholz-Scharmbeck, Hambergen, Basdahl und Oerel).

Von Rotenburg (Wümme) folgen Sie der B 71 (über Zeven und Selsingen).

In Bremervörde biegen Sie von der B 71 in die "Waldstraße" ab und folgen dieser sowie der "Lindauer Straße" und dem "Neuendamm" über Hönau-Lindorf nach Iselersheim.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Aus Richtung Cuxhaven und Bremerhaven fährt die Elbe-Weser-Bahn (EVB) nach Bremervörde. Aus Richtung Hamburg nehmen Sie die S-Bahn (S 3) von Hamburg Hbf nach Buxtehude. Dort steigen Sie in die EVB nach Bremervörde um. Nähere Infos zu den Bahnverbindungen erhalten Sie auf www.bahn.de

Ab Bremen oder Stade können Sie von Mai bis Oktober samstags, sonntags und feiertags den historischen Moorexpress nehmen, der gemächlich über die Dörfer fährt und in Bremervörde hält. Hierzu muss im Vorfeld ein Ticket gebucht werden. Nähere Infos zu der historischen Kleinbahn erhalten Sie auf www.moorexpress.de

Auch verschiedene Busverbindungen führen nach Bremervörde. Einige von ihnen führen weiter nach Iselersheim. Weitere Infos hierzu finden Sie unter www.vnn.de

Bilder

Der Innenraum der Findorff-Kirche
Der Innenraum der Findorff-Kirche
Das blau-bunte Altarfenster ist ein besonderer Blickfang
Das blau-bunte Altarfenster ist ein besonderer Blickfang
Ein geschmiedeter Dorfwappenleuchter symbolisiert die Zusammengehörigkeit von fünf Ortschaften in der Kirchengemeinde Iselersheim
Ein geschmiedeter Dorfwappenleuchter symbolisiert die Zusammengehörigkeit von fünf Ortschaften in der Kirchengemeinde Iselersheim
Das Taufbecken mit der von Schulkindern geschenkten Taufschale
Das Taufbecken mit der von Schulkindern geschenkten Taufschale

Weitere Informationen

Lernen Sie unsere Kirche während Ihrer Fahrradtour auf der "Ostekultur-Route" kennen.

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