Hochmoore - von Torf und Teufeln

Besonders charakteristisch für die Region ist seine Vielzahl an Hochmooren. "Dem ersten sein Tod, dem zweiten seine Not, dem dritten sein Brot", so hieß es bei den Moorbauern früher, die ein sehr hartes und karges Leben führten. Ganz so hart ist es heute nicht mehr, die Moore wirken faszienierend und manchmal sogar mystisch. Morgens früh, im Nebel, wenn die Baumstümpfe aus dem Wasser ragen und die Fantasie einem vorgaukelt, eine Moorleiche würde den Weg aus dem feuchten Grab suchen. Da wird es schon mal gruselig. Wenn dann die Vögel ihr kreischendes Konzert geben, ist die Atmosphäre perfekt.

Den richtigen Einblick in das System der Moore bieten die Moorerlebniszonen, nicht nur für Kinder ein Abenteuer. Und den Ausblick? Den gibt es von einem der Moortürme aus.

Heute stehen die Moore aber besonders im Fokus, wenn es um die Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz gibt, denn sie binden jede Menge CO2. Torf-Abbauflächen werden daher wieder vernässt, die renaturierten Flächen werden zu einem Refugium für viele Vogelarten und zu einem Paradies für Ornitologen.

Inhalt:

Huvenhoopsmoor

Das Huvenhoopsmoor mit Moorerlebnispfad, zwei Beobachtungstürmen und dem Moorhof Augustendorf gehört zum nördlichen Ausläufer des geheimnisumwitterten Teufelsmoores. Das Wort "Teufelsmoor" geht auf das niederdeutsche Wort „doves moor“ zurück, was soviel wie taubes, unfruchtbares Moor bedeutet. Hier wird auch heute noch Torf abgebaut, die Flächen werden anschließend aber wieder vernässt.

Ausgewählte Highlights rund um das Huvenhoopsmoor:

Tister Bauernmoor

Das Tister Bauernmoor in der Region Sittensen, welches auch als Vogelmoor bezeichnet wird, kann zu Fuß, aber auch bei einer Moorbahnfahrt entdeckt werden. Ein 6,50 m hoher Beobachtungsturm bietet einen herrlichen Blick auf das Naturschutzgebiet und die Vogelwelt.

Ausgewählte Highlights rund um das Tister Bauernmoor:

Großes und Weißes Moor

Das Große und Weiße Moor in der Region Rotenburg und Bothel wird durch ein Wanderwegesystem erschlossen. Zahlreiche Hinweisschilder und Themenpavillions entlang der Wanderwege sowie ein Moorerlebnispfad bieten zudem jede Menge Informationen und Sinneserfahrungen rund um das Naturschutzgebiet.

Ausgewählte Highlights rund um das Große und Weiße Moor:

Tarmstedter Moor

Das Tarmstedter Moor ist ein Ausläufer des Teufelsmoores, und zeichnet sich durch eine sanft-hügelige weite Kulturlandschaft und lichtdurchflutete Wälder aus. 

Ausgewählte Highlights rund um das Tarmstedter Moor:

 

Weitere Moore

  • Naturschutzgebiet Hemelsmoor

    Unscheinbares Naturschutzgebiet zwischen Brümmerhof und Steinfeld

    L 132 Steinfelder Straße / Große Straße, Zeven

    Besondere LandschaftMoorlandschaftNaturschutzgebiet
    Weiterlesen
  • Von der Sandkuhle zum Stellingsmoor

    Im Hochmoor nördlich von Nartum lassen sich abgetorfte und wiedervernässte Bereiche betrachten

    nördlich von Nartum, Gyhum

    Besondere LandschaftMoorlandschaftWandern
    Weiterlesen
  • Dorfmuseum Kuhstedtermoor

    Unter dem Motto "Mensch und Moor" bietet die Museumsanlage Informationen über die Moorkolonisation

    Kuhstedtermoor 24, Gnarrenburg

    Heimat-/HeimatkundemuseumRegionalmuseum
    Weiterlesen

Moorkolonisator Jürgen Christian Findorff

Mitte des 18. Jahrhunderts setzte die staatliche Moorkolonisation u.a. durch den Moorkommissar Jürgen Christian Findorff (1720 – 1792) ein. Er ließ das Moorgebiet planmäßig entwässern und besiedeln. Nach seinen Vorstellungen und Ideen entstanden über 50 Dörfer, die auch als „Findorff-Siedlungen“ bezeichnet werden.

Ausgewählte Highlights rund um die Person Findorff und Torfkahnfahrten:

Infos & Wissenswertes

Naturschutzgebiete - Moore

Quelle: Wikipedia

Hohes Moor
Das Hohe Moor bei Stade ist ein etwa 5000 Jahre altes Hochmoor. Es besteht aus einem Mosaik aus offenen Wasserflächen, Feuchtwiesen, Torfmoosrasen und Moorwald.

Ekelmoor
Das Naturschutzgebiet liegt südöstlich von Sittensen am Rand der Wümmeniederung. Das Gebiet wird von großflächigen Offenlandbereichen geprägt, an die sich verbuschte bzw. bewaldete Flächen anschließen. Es ist Lebensraum verschiedener Amphibien.

Großes und Weißes Moor
Das Naturschutzgebiet liegt südlich von Rotenburg (Wümme) und nördlich von Kirchwalsede. Es zählt zu den am besten erhaltenen Hochmooren Nordwestdeutschlands. Ein Teil des Hochmoores ist mit Moorwäldern bewachsen. Im Zentrum des Naturschutzgebietes befinden sich mehrere Kolke. Im Südosten befindet sich eine Moorerlebniszone mit einem Lehrpfad.

Schneckenstiege
Das Naturschutzgebiet liegt zwischen Scheeßel und Tostedt in der Wümmeniederung. Es handelt sich um einen Teil des Königsmoores und ist überwiegend von Moorwäldern und feuchten Heideflächen geprägt.

Schwarzes Moor bei Bülstedt
Das Moor liegt nordöstlich von Bülstedt und ist Quellgebiet eines Nebengewässers der Wörpe. Im Norden ist der Rest von Sandheiden zu finden sowie Moorheide im Übergangsbereich zum Hochmoor.

Großes Everstorfer Moor
Es handelt sich um den Rest eines ehemals ausgedehnten Hochmoorkomplexes. Durch die Unterschutzstellung sollen die verbliebenen Reste des Moorkörpers erhalten werden. Gleiches gilt für Schwingrasen, Feuchtheiden und Seggenriedern, die in den Übergangsbereichen zu finden sind, sowie die im Schutzgebiet wachsenden Bruchwälder.

Hemslinger Moor
Das Naturschutzgebiet liegt nordwestlich von Hemslingen. Im Norden durchfließt die Veerse, ein Nebenfluss der Wümme, das Naturschutzgebiet. In der Veerseniederung findet sich Grünland, aber auch Bruch- und Auwald.

Huvenhoopsmoor
Das Huvenhoopsmoor ist ein Moorgebiet mit einem noch intakten Hochmoorrest in Nordniedersachsen. Es gehört zur Gemeinde Gnarrenburg und wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope aufgenommen.

Tister Bauernmoor
Das Tister Bauernmoor gehört zusammen mit dem südlich gelegenen Naturschutzgebiet Ekelmoor, dem Avensermoor und dem Everstorfer Moor zu dem großen Hochmoorgebiet Ekelmoor, das insgesamt eine Fläche von 1220 ha hat.

Ottinger Ochsenmoor
Das Ochsenmoor liegt südlich von Visselhövede. Es handelt sich um ein unterschiedlich stark entwässertes Hochmoorgebiet mit diversen Torfstichfeldern, die sich teilweise durch Wiedervernässung großflächig regenerieren. Der größte Teil des Schutzgebietes wird von Bruch- und Moorwald geprägt

Westliches Borchelsmoor
Das Naturschutzgebiet liegt in der Nähe von Mulmshorn. Im Schutzgebiet sind Pfeifengras, Birkenmoor- und Birkenbruchwälder und Schlenken zu finden. Durch Wiedervernässung soll das Moorgebiet renaturiert werden.

Rotes Moor
Das aus zwei Teilflächen bestehende Naturschutzgebiet liegt südöstlich von Rotenburg (Wümme) und nordwestlich von Visselhövede.Das Gebiet wird im Osten von feuchten Eichenmischwäldern, die teilweise als Eichen-Hainbuchenwälder ausgeprägt sind, und artenreichen Erlen-Eschen-Auwaldresten geprägt, die von dem in diesem Abschnitt naturnah mäandrierenden Schweinekobenbach durchflossen werden.

Kleines Moor bei Sothel
Das Naturschutzgebiet nordwestlich von Scheeßel stellt ein entwässertes Hochmoor unter Schutz. Das Gebiet wird überwiegend von Kiefern-Birken-Moorwald und darin eingebetteten Grünlandbereichen geprägt. In feuchteren Bereichen sind kleinflächig Wollgras-Torfmoos-Schwingrasen zu finden.

Bullensee und Hemelsmoor
Das Naturschutzgebiet liegt südwestlich von Zeven. Der Bereich „Hemelsmoor“ wird von ausgedehnten Moorwäldern und teilweise gut erhaltenen Hochmoorbiotopen geprägt. Der Bereich „Bullensee“ wird überwiegend von Moorwäldern mit darin eingebetteten Hochmoorbiotopen sowie einem randlichen Moorsee geprägt. Die beiden Teilflächen sind durch eine in das Naturschutzgebiet einbezogene Grünlandfläche miteinander vernetzt.

Spreckenser Moor
Das Naturschutzgebiet liegt südwestlich von Bremervörde. Große Flächen werden von Moorwäldern eingenommen. Das Gebiet ist Lebensraum und Rückzugsgebiet verschiedener gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. So siedeln hier u. a. Gagel, Moosbeere, Rundblättriger Sonnentau, Weißes Schnabelried, Bachnelkenwurz, Sumpfdotterblume und Ackerziest. Im Schutzgebiet leben u. a. verschiedene Schmetterlinge, darunter die Rote-Liste-Arten Hochmoorbläuling und Großes Wiesenvögelchen.
 

Alle Naturschutzgebiete im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Leinenpflicht für Hunde zur Brut- und Setzzeit

Im Frühling wird die freie Landschaft zur Kinderstube. In der Brut- und Setzzeit, in der eine „besondere“ Aufsichtspflicht für Hunde auf und an allen Grünflächen, Wiesen, Felder und Wälder gilt, herrscht daher Leinenzwang für Hunde. Die Maßnahmen während der Brut- und Setzzeit wurden mit der Begründung eingeführt, insbesondere Bodenbrüter und Jungtiere zu schützen.

Dauer der Brut- und Setzzeit: 1. April bis 15. Juli

Überblick "Mit dem Hund in der freien Landschaft"

Findorffs Erben

Die Vereinsarbeit von "Findorffs Erben" findet fast ausschließlich auf dem Gelände des neuen Torfschiffhafens im Kolbecksmoor statt. Ziel ist, wie der "Moorkommissar Jürgen-Christian Findorff", Pionierarbeit zu leisten in Form von historischen Fahrten mit den Torfschiffen sowie der Weitergabe von Informationen zur Besiedelung des Teufelsmoores. Es werden unterschiedliche Veranstaltungen durchgeführt.

Zu Findorffs Erben

Kranichbeobachtung

Im Frühjahr, aber besonders im Herbst ziehen sie zu Tausenden durch die Region, und rasten gerne in den Mooren: Die Kraniche. Ein Spektakel, das man gesehen und gehört haben sollte.

Zur Kranichbeobachtung

Amt für Naturschutz und Landschaftspflege

Hopfengarten 2
27356 Rotenburg (Wümme)
Tel: 04261 9832802
E-Mail: naturschutz@lk-row.de

Ansprechpartner für alle Fragen rund um Landschaft und Natur ist die Untere Naturschutzbehörde.

Zur Naturschutzbehörde


Alle Seiten zu Landschaft & Natur:

  • Wie wäre es mit einem schönen Waldspaziergang? Es ist erwiesen: Der Aufenthalt im Wald baut Stress ab und tut der Seele einfach gut.

  • Die Geest, bildet den ältesten Landschaftstyp der Region. Die Heide ist dagegen größtenteils auf menschliche Bewirtschaftung zurückzuführen.

  • Die Seen in der Region laden zur Entspannung und Erholung ein. Hier kann man schwimmen, angeln, Tretboot fahren und in wunderschöner Natur spazieren gehen.

  • Die Wümme bei Hellwege ist ein Ort zum Auftanken

    Charakteristisch für die Region sind die zahlreichen Flüsse. Die größten davon sind Oste und Wümme, auf denen es sich richtig gut Paddeln lässt.

  • Spannend und teils interaktiv sind die Lehrpfade eine tolle Gelegenheit, auf eigene Faust unterwegs zu sein und dabei noch etwas zu lernen.

  • Was das wohl für ein Pilz ist? Kann ich dieses Kraut essen? Was sind das für Bäume? Bei einer Führung durch die Natur gibt es fachkundige Antworten.

  • Auch wenn sie keine Erlebnisparks sind: Bei kann man auf Eseln und Kamelen reiten, sich in Wollschweine oder Kängurus verlieben und viele Abenteuer erleben.

  • Kraniche über dem Tister Bauernmoor, Foto: Jürgen Hicke - NABU Rotenburg

    Was für ein Radau, wenn sich die Kraniche im Frühjahr und Herbst zu Tausenden treffen, auf ihrer Reise! Im Herbst geht es zurück zur Überwinterung im Süden.

  • Parks sind ein Paradies für die Sinne. Umso besser, wenn sie öffentlich zugänglich sind. Dann können sie jederzeit ein Ort sein für eine kleine Auszeit.

  • Blühende Oasen - die privaten Gärten inspirieren. Über 20 Gartenpforten privater Haushalte werden jährlich im Landkreis Rotenburg (Wümme) geöffnet.

  • Mädesüß im Kräuterfeld

    Viele Kräuter tun einfach gut: Beim Betrachten helfen sie der Seele, in der Kulinarik sie mal lecker und mal - na ja, gesund, und manche können heilen.