Langer gemütlicher Flur in Walter Kempowskis Haus mit Bücherregal auf der einen und Fensterfront zum Garten mit Figuren auf der anderen Seite Bücherflur am Garten im Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg

Literaturnachmittag im Hause Kempowski

Willkommen im Haus Kreienhoop

Im kleinen Ort Nartum am Rande des Stellingsmoores können Besucher in die Lebens- und Arbeitswelt des bekannten Schriftstellers Walter Kempowski eintauchen. Nach einer gemeinsamen Kaffeerunde und einer Lesung aus dem Werk des Schriftstellers können Haus und Garten erkundet werden.

Inhalt:
Herbstliche Außenansicht des Hauses Kreienhoop, das dem Schriftsteller Walter Kempowski gehört hat Haus Kreienhoop in Nartum von außen © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Veranstaltungsraum im Haus Kreienhoop Veranstaltungsraum im Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Kleines rundes Turmzimmer mit weißen Wänden, Bildern und Büchern im Haus Kreienhoop Turmzimmer im Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Überdachte Terrasse mit Herbstlaub und Sitzplatz im Haus von Walter Kempowski Terrasse in Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Blick vom Veranstaltungsraum im Haus Kreienhoop auf ein Modell und den Büchergang mit einer großen Fensterfront Innenansicht vom Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Im Veranstaltungsraum im Haus Kreienhoop steht ein großer roter Automat neben einer alten Holztruhe an der großen Spiegelwand Veranstaltungsraum im Haus Kreienhoop mit Spiegelwand © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Flur am Eingang in Walter Kempowskis Haus mit langer Bücherwand Regal mit Sammlerstücken und Modellbau Eingangsflur mit Bücherwand im Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Modellautos und Namensplaketten im Turmzimmer von Haus Kreienhoop Modellautos im Turmzimmer © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Glasvitrine mit bunten Vasen und Flaschen an einer Fensterfront im Haus Kreienhoop Glasvitrine an einer Fensterfront © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Lustiges Kunstwerk, ein Kopf mit großen roten Lippen, im Haus Kreienhoop Lustiges Kunstwerk im Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Regal mit Modellbaubahnen und -häusern im Flur von Haus Kreienhoop Regal mit Modellbau © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Speiseraum mit blauen Deckenbalken und Gemälden im Haus von Walter Kempowski Speiseraum in Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Im Vordergrund steht der große schwarze Flügel im Veranstaltungsraum von Haus Kreienhoop Klavier im Veranstaltungsraum von Haus Kreienhoop © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg
Lesung vor vielen Gästen im großen hellen Veranstaltungsraum während des Literaturnachmittages im Hause Kempowski Literaturnachmittag im Hause Kempowski © Irmela von Lenthe - Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop

Literaturnachmittag

Von März bis November finden immer am ersten Mittwoch im Monat Literaturnachmittage statt. Mit Lesung, Entdeckungsreise durch Haus und Garten sowie Kaffee und Kuchen. So einfach gehts:

  1. Wunschtermin auswählen und an info@literaturnachmittag.de senden.
    Nach unserer Terminbestätigung:
  2. 25,00 Euro pro Person auf das Konto DE-58 2415 1235 0075 6207 65 bei der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde überweisen (Kontoinhaber: Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop).
    Nach unserer Zahlungsbestätigung:
  3. Verbindliche Anmeldung erhalten und die Vorfreude genießen!

Veranstalter ist die Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop mit Sitz in Rostock.

Offene Termine 2026: 4. März, 1. April, 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September, 7. Oktober, 4. November

14:30 bis 15:45 Uhr
Die Veranstaltung startet mit Kaffee und Kuchen. Eine Gästeführerin führt in Leben und Werk Walter Kempowskis ein.

16 bis 17:30 Uhr
Anschließend findet die Lesung aus den Werken von Walter Kempowski statt. Es liest eine der Gästeführerinnen, ein befreundeter Autor oder ein Überraschungsgast. Im Anschluss an die Lesung ist ein Gespräch möglich. Außerdem wird eine Besichtigung von Haus und Archiv angeboten.

Literaturnachmittage oder Führungen durch das Haus können auch individuell von Gruppen bereits ab zwei Personen gebucht werden. Alle Informationen sind über die nachfolgenden Vorschauen zu finden.

Die Gästeführerinnen Alinda und Irmela sitzen auf einer Holztruhe vor Spiegel im Haus Kreienhoop Die Gästeführerinnen Alinda und Irmela © Ingrid Krause - Touritikverband LK Rotenburg

Wir begleiten unsere Gäste mit viel Engagement und Freude durch den Literaturnachmittag

Alinda van der Vooren-Tralau
Sie ist als DIN zertifizierte Gästeführerin in Zeven, im Landkreis Rotenburg (Wümme) und im Umland (zum Beispiel in Bremen) tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf historischen Stadtführungen, auch im Kostüm oder gern auch auf Niederländisch. 

Irmela von Lenthe
Neben unterschiedlichsten Gästeführungen ist sie seit fast 3 Jahrzehnten in der kulturellen Arbeit in der Region tätig. So lernte sie auch Walter Kempowski kennen, organisierte mit ihm Lesungen in der eigenen Gemeinde und gestaltete gemeinsam mit der Kempowski Stiftung musikalische und literarische Veranstaltungen in Haus Kreienhoop.

Auf den Spuren von Walter Kempowski

Wissenswertes über Werk und Leben des Schriftstellers Walter Kempowski sind in Nartum und Zeven zu erfahren: bei einer Führung im Haus Kreienhoop, im Königin-Christinen-Haus, im Rahmen einer Wanderung auf dem NORDPFAD Kempowskis Idylle oder bei einer Radtour durch die Region.

"Das Haus ist auch ein Werk von mir", sagt Walter Kempowski, “ich habe mir darüber genauso viele Gedanken gemacht wie über jeden meiner Romane."

– aus: D. Hempel, Haus Kreienhoop, Kempowskis zehnter Roman

Weitere Informationen in seiner Heimatstadt Rostock

Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop

Ein Ort für Begegnungen, im Jahr 2005 von den Eheleuten Kempowski gegründet. Auf der Website sind viele Informationen zu Walter Kempowski und zu den Veranstaltungen zu finden.

www.kempowski-stiftung.de

Kempowski Archiv Rostock

In Rostock wurde 1998 der Verein „Kempowski Archiv Rostock - Ein bürgerliches Haus e.V.“ ins Leben gerufen. Die Ausstellung kann besichtigt werden. 

www.kempowski-archiv-rostock.de

Wissenswertes & Infos

Walter Kempowski (1929–2007) war ein bedeutender deutscher Schriftsteller und Chronist. Sein Lebenswerk umfasst sowohl autobiografische Romane als auch umfangreiche dokumentarische Projekte.

Biografie und literarisches Schaffen

Kempowski wurde in Rostock geboren und erlebte dort seine Kindheit und Jugend. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er 1948 wegen angeblicher Spionage verhaftet und verbrachte acht Jahre in sowjetischer Haft. Diese Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken "Im Block" (1969) und "Ein Kapitel für sich" (1975). 

Seine bekannteste Romanreihe, die "Deutsche Chronik", schildert das Leben einer bürgerlichen Familie während des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit. Der erste Band, "Tadellöser & Wolff" (1971), wurde 1975 erfolgreich verfilmt. 

Verfilmte Werke

Auf einem Regal steht eine Tafel, wie sie beim Film verwendet wird, mit der Aufschrift des Films "Tadellöser und Wolff" Tafel vom Film "Tadellöser und Wolff" © Björn Wengler Fotografie - Touritikverband LK Rotenburg

Dies sind einige der bekanntesten Verfilmungen von Kempowskis Werken:

  1. Tadellöser & Wolff (1975)

    Regie: Eberhard Fechner
    Darsteller: Martin Wuttke, Peter Striebeck, Ursula Karusseit
    Beschreibung: Der Film basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman und schildert das Leben der Familie Kempowski in Rostock während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit.

  2. Ein Kapitel für sich (1979)

    Regie: Eberhard Fechner
    Darsteller: Martin Wuttke, Peter Striebeck, Ursula Karusseit
    Beschreibung: Dieser Film ist die Fortsetzung von "Tadellöser & Wolff" und deckt die Zeit nach dem Krieg bis zu Kempowskis Verhaftung in der DDR ab.

  3. Alles umsonst (2018)

    Regie: Leander Haußmann
    Darsteller: Edgar Selge, Katja Riemann, Samuel Finzi
    Beschreibung: Der Film basiert auf Kempowskis gleichnamigem Roman und erzählt die Geschichte einer Familie in Ostpreußen während der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs.

Dokumentarische Projekte

Ein herausragendes Projekt Kempowskis ist das "Echolot" (1993–2005), eine monumentale Sammlung von Tagebüchern, Briefen und Dokumenten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Dieses Werk bietet einen einzigartigen Einblick in die Erfahrungen verschiedener Zeitzeugen.

Auszeichnungen und Würdigungen

Für sein Lebenswerk erhielt Kempowski zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2005 den Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. 

Weiterführende Informationen

  • Biografie von Dirk Hempel

    Eine umfassende Darstellung von Kempowskis Leben und Werk. 

  • Ausstellung „Kempowskis Lebensläufe“

    Die Akademie der Künste präsentierte 2007 eine Ausstellung, die Kempowskis Archiv und seine Sammlungen zeigte. 

  • Projekt „Plankton“

    Ein kollektives Erinnerungsprojekt, das auf Kempowskis Initiative basiert und persönliche Geschichten sammelt. 

Bedeutung des Hauses Kreienhoop in Nartum

Das Haus Kreienhoop, erbaut 1974, war mehr als nur Kempowskis Wohnsitz. Es spiegelte seine Persönlichkeit und seine literarische Arbeit wider. Mit Innenhof, Saal, Pavillon, Turm, Büchergängen, Arbeitskabinetten, "Lotterecke" und Veranda war es ein Ort voller Überraschungen. Kempowski veranstaltete dort Seminare, Autorentreffen und andere kulturelle Veranstaltungen, wodurch das Haus zu einem kulturellen Zentrum wurde.

Nach seinem Tod setzt die Kempowski Stiftung diese Tradition fort, indem sie regelmäßig Tagungen, Lesungen und Konzerte im Haus Kreienhoop organisiert. Somit bleibt das Haus ein lebendiger Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs.

Lebensabschnitte von Walter Kempowski

1929

Geburt

29. April 1929: Walter Kempowski wird in Rostock geboren. Sein Vater ist der Reeder Karl Georg Christian Kempowski, seine Mutter Margarethe Collasius.

1930er und 1940er Jahre

Kindheit und Jugend

1929–1948: Wächst in Rostock auf. Erlebt die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. 1945: Nach dem Krieg wird sein Vater von der sowjetischen Besatzungsmacht verhaftet und stirbt im Gefängnis. Walter Kempowski wird von einem amerikanischen Militärgericht wegen Spionage zu acht Jahren Haft verurteilt, die er in Bautzen verbringt. 1948: Nach der Entlassung aus dem Gefängnis beginnt er eine Lehre als Buchhändler in Wiesbaden und Göttingen.

1950er und 1960er Jahre

Anfänge als Schriftsteller

1957: Erste literarische Veröffentlichungen, darunter der Roman „Im Block“. 1962–1984: Arbeitet als Lehrer in verschiedenen Schulen und beginnt, seine schriftstellerische Karriere ernsthaft zu verfolgen.

1970er Jahre

Der Umzug nach Nartum

1975: Kempowski zieht mit seiner Familie ins niedersächsische Nartum, einem kleinen Dorf bei Bremen. Hier gründet er das „Archiv für unpublizierte Autobiographien“. 1978: Veröffentlichung von „Tadellöser & Wolff“, dem ersten Band seiner autobiografischen Romanreihe „Deutsche Chronik“.

1980er Jahre

Weitere Werke und Anerkennung

1982: Erscheinen von „Uns geht’s ja noch gold“, dem zweiten Band der „Deutschen Chronik“. 1975–1984: Sammlung und Archivierung von unpublizierten Autobiografien im Haus in Nartum. Diese Arbeit wird zu einem zentralen Bestandteil seines literarischen Schaffens. 1960er – 1992: Veröffentlichung weiterer Bände der „Deutschen Chronik“, darunter „Ein Kapitel für sich“ (1975), „Aus großer Zeit“ (1978) und „Herzlich willkommen“ (1963).

1990er Jahre

Weitere Veröffentlichungen und Ehrungen

1948: Erscheinen von „Mark und Bein“, einem Band aus der „Deutschen Chronik“. 1992–1995: Veröffentlichung von „Hundstage“ (1963) und „Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch“ (1978), das eine Sammlung von Tagebucheinträgen aus dem Zweiten Weltkrieg enthält. 1994: Kempowski erhält den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1963 – 2007: Veröffentlichung weiterer literarischer Werke, darunter „Heile Welt“ (1998) und „Alles umsonst“ (2005).

2000er Jahre

Späte Anerkennung und Tod

2007: Veröffentlichung von „Alles umsonst“, seinem letzten Roman. Das Buch wird posthum veröffentlicht. 5. Oktober 2007: Walter Kempowski stirbt in Rotenburg (Wümme).


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  • Besucher strecken die Hände hoch im Konfittiregen auf dem Elektropop-Festival Ferdinands FeldKonfittiregen auf dem Festival Ferdinands Feld© Petra Welt - Touristikverband LK Rotenburg

    Veranstaltungen zwischen Kunst und Kultur, Musik und Tanz, Führungen und Besichtigungen, Märkten und Messen, Theater und Workshops und vieles mehr.

  • Unsere Gästeführerinnen wissen einiges über die Region, Geschichte und Gegenwart. Und sie kennen jede Menge Anekdoten, die eine Tour zum Erlebnis machen.

  • Pinsel und SkulpturenEin Wirrwarr aus Pinseln und Skulpturen im Wintergarten-Atelier der Schnitzerin Ragna Reusch.

    In unserer Region gibt es neben Kunst auch viel Kunsthandwerk. Ausstellungen und Ateliers, Galerien und Werkstätten. Und ganz viele schöne Dinge.

  • Hohe Theaterkunst? Kinoabend mit Popcorn? Oder doch lieber das Tanzbein schwingen? Es gibt viele Möglichkeiten, den Abend unterhaltsam zu gestalten.